Donnerstag, 15. März 2018

Abschied in Prag

Abschied in Prag

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Titel: Abschied in Prag

Autor: Alyson Richman

Verlag: Diana

Genre: Liebesroman

Seitenanzahl: 384

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Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen…(Quelle:Verlag)


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„Im Hohen Alter bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Liebe kein Substantiv ist, sondern ein Verb. Ein Tun. Wie Wasser fließt sie in ihrem eigenen Tempo. Sie aufhalten zu wollen, wäre zwecklos“

Alyson Richman hat mit dem Roman „Abschied in Prag“ eine sehr emotionale und ergreifende Geschichte geschrieben, die auf die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus und die Judenverfolgung aufgreift und thematisiert. Die dramatische Geschichte wird in zwei Zeit- und Erzählsträngen verpackt. Die schrecklichen Zeiten der Judenverfolgung lassen den Leser nachdenklich zurück. Bei allem Leid was dahinter steckt, ist beim Lesen schon die eine oder andere Träne gekullert. Man kann die Grausamkeiten kaum fassen, die hier beschrieben werden.

Alyson Richman erzählt auf emotionale Weise von Josef und Lenka, die beiden Liebenden werden kurz nach ihrer Heirat auseinandergerissen. Erzählt wird aus ihren beiden Sichtweisen. Die Kapitel sind immer mit „Josef“ oder „Lenka“ überschrieben, sodass der Leser genau weiß, aus wessen Sicht die Erzählung folgt. Beginnend in Prag, wo beide gleichaltrig sind, wechselt die Geschichte hinterher in unterschiedliche Zeitphasen. Joseph erzählt alles rückblickend im fortgeschrittenen Alter. Bei Lenka erlebt der Leser die Zeit der Judenverfolgung sehr detailliert beschrieben mit. Dann folgt auch bei ihr ein Zeitsprung und beide treffen sich dann im Alter wieder in New York, wo sie sich eines Tages gegenüberstehen.

Die Charaktere der Protagonistin sind gut dargestellt und ausgearbeitet. Lenka und Josef leben in Prag. Lenka liebt die Kunst und beginnt ein Studium an der Kunstakademie. Von der Familie ihrer Freundin Veruska wird sie in einem gemeinsamen Urlaub eingeladen und verliebt sich in Josef, Veruskas Bruder. Josef studiert und möchte Arzt werden. Sie sind jung und haben das ganze Leben vor sich.

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Schnell ändern sich jedoch die Zeiten. Immer mehr Judenhass verbreitet sich und ist bald überall Teil des Alltages. Als sich die Lage immer mehr zuspitzt heiraten sie, heimlich vor den Nazis im kleinen Kreise beider Familien. Kurz danach wird ihre Liebe auseinander gerissen. Josef beginnt sein Leben in Amerika und Lenka muss die volle Härte des Nationalsozialismus erleben.

Traurig, mitfühlend, teils voller Wut und Unverständnis über das Nazi-Regime folgt man der Geschichte von Josef und Lenka.

„Ich habe nie aufgehört Lenka zu lieben.“

Die historischen Ereignisse sind gut recherchiert. Sehr schön finde ich die Anmerkung der Autorin Am Ende, die erläutert, dass die Geschichte an sich Fiktion ist, aber teils genannte Personen und deren Geschichte existieren. Allerdings wäre dieser Hinweis zu Beginn als Einleitung sinnvoller gewesen.

Einen Minuspunkt gibt es von mir, so schön die Geschichte auch ist: ich hätte mir ein Verzeichnis im Anschluss gewünscht, wo die jüdischen Begriffe erläutert sind. Da ständig nach den Bedeutungen zu googeln wollte ich nicht, das hätte mir den Lesefluss genommen, so weiß ich aber leider nicht was hinter den Begriffen steckte – ein Punktabzug für die mitreißende Geschichte.



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Ein packender Liebesroman mit traurigem geschichtlichem Hintergrund. Gerade wenn man im Rückblick auf den Nationalsozialismus etwas mehr wissen möchte, bekommt man als Leser viele Informationen. Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch !

Ich danke dem Blogger-Portal für das Rezensionsexemplar

ich vergebe hier

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Kommentare:

  1. Hallo,

    dieser Roman hat mir auch ausgesprochen gut gefallen. Deine Kritik zu den Bedeutungen der Begriffe kann ich verstehen. Mir ging es zwar nicht so, aber es geht mir bei anderen Romanen mit Dialekten auch manchmal so.

    Liebe Grüße
    Barbara

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  2. Hallo Bine,
    dieses Buch habe ich ebenfalls gelesen und mochte es sehr gern.
    Warum du etwas abgezogen hast, kann ich verstehen, auch wenn es mich persönlich nicht gestört hat.
    Liebste Grüße, Hibi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Hibi,
      ja solche Geschichten sind immer wieder schön :-)))
      lg Bine

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